50 Millionen Euro: Rekordstrafe für Google

(Bild: Copyright Google)

Die DSGVO zeigt für die großen Tech-Unternehmen ihren harten Kern. Während Facebook beispielsweise von der Verbraucherschutzzentrale in Sachsen auf Grundlage der Verordnung verklagt wurde, ist Google von der Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés, der französischen Datenschutzbehörde, zu einer Rekordstrafe verurteilt worden. Google muss nun 50 Millionen Euro zahlen, weil die Anforderungen an die Transparenz bei der Nutzung persönlicher Daten für Ads nicht erfüllt wurden. Den anderen Tech Konzernen könnte es ähnlich ergehen.

50 Millionen Euro: Rekordstrafe für Google

Bereits am Tag, als die DSGVO inkrafttrat, wurden von zwei Verbraucherschutzorganisationen Beschwerden gegen Google im Kontext der Verordnung eingereicht, wie die BBC berichtet. Sie beanstandeten, dass Google keine legale Basis habe, um persönliche Nutzerdaten für Werbepersonalisierung zu nutzen.

Als Begründung für die Forderung nach 50 Millionen Euro nennt die Behörde neben einem Mangel an Transparenz eine ungenügende Einwilligungsstruktur im Hinblick auf Werbepersonalisierung. Die Strafe wurde aufersetzt weil die Nutzer nicht ausreichend darüber informiert wurden, wie ihre Daten verarbeitet und zu Werbezwecken eingesetzt werden. Zu diesem Ergebnis führten online durchgeführte Untersuchungen der CNIL. Google selbst prüft die Entscheidung.

Auch andere Tech Konzerne wie Facebook, Apple oder Netflix könnten vor Problemen stehen

Facebook gilt im Kontext der Verarbeitung personenbezogener Daten als Negativbeispiel und muss sich auf weitere Verfahren im Rahmen der DSGVO einstellen. Bereits im Dezember wurde das Unternehmen in Italien zu einer Strafzahlung von zehn Millionen Euro verurteilt. Dabei war angeprangert worden, Nutzer würden beim Registrierungsprozess nicht genug darüber aufgeklärt, wie ihre persönlichen Daten zu kommerziellen Zwecken verarbeitet werden. Insbesondere der Austausch solcher Daten mit Dritten wurde als Grundlage für die Entscheidung angegeben. Der Guardian berichtete.

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